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Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Neu Wulmstorf 

         An(ge)dacht

Veränderungen bewegen unsere Lutherkirchengemeinde: Unsere neue Kindergartenleiterin Edith Scherl hat ihre Arbeit begonnen. Wir begrüßen sie herzlich und freuen uns, dass die gute Arbeit unseres Kindergartens durch sie fortgesetzt wird.

Noch eine Veränderung steht an: die Wahl unseres neuen Kirchenvorstands. Wir können uns glücklich schätzen, wie viele Menschen kandidieren. – Also: Veränderungen stehen an bzw. haben sich vollzogen.

 

Und wie sieht es privat bei Ihnen aus? Hat sich auch bei Ihnen mit dem Beginn des neuen Jahres etwas verändert? – Und mögen Sie eigentlich Veränderungen? Oder gehören Sie zu denen, denen es am liebsten ist, wenn alles gleich bleibt? Ich tippe, dass die meisten eher zur zweiten Gruppe gehören: Veränderungen sind Kraft raubend und fordern einen.

So unbeliebt sie einerseits sind, so sehr gehören Veränderungen andererseits zum Leben dazu. Wir scheinen uns andauernd verändern zu wollen. Zumindest werden wird oft damit konfrontiert: Ich blättere Illustrierte durch und stoße auf Diäten zu Jahresbeginn („Sechs Pfund in zwei Wochen“) und Kraftübungen („Waschbrettbauch in zwei Monaten“). Und das sind nur die körperlichen Verän­derungen, die für viele attraktiv sind und zu Jahresbeginn Hochkonjunktur haben.

 

Heikler wird es noch bei den inneren Veränderungen: Weniger gestresst sein, mehr Zeit mit der Familie verbringen, zufriedener sein, gesünder essen. Usw. Wer wünscht sich das nicht? Und wer schafft solche Veränderungen? Sagen wir vorsichtig: die wenigstens. Also bleiben die Pfunde drauf und der Bauch ein „Waschbärbauch“ statt „Waschbrettbauch“.

Das kann etwas auslösen, was ich „Veränderungsstress“ nenne: Man möchte sich verändern, schafft es nicht – und ist doppelt frustriert: darüber dass man es nicht geschafft hat, und darüber, dass man es sich überhaupt vorgenommen hat.

Freunde können bei diesem „Veränderungsstress“ helfen: Mir tut es gut, von ihnen zu hören, dass mit mir doch alles so einigermaßen okay ist, und dass sie mich doch unterstützen, wenn ich etwas verändern will. Dazu habe ich neulich einen wunderbaren Spruch gelesen.

Freunde machen es so ähnlich wie Gott: Sie mögen dich so, wie du bist, trauen dir aber zu, dass du dich verändern kannst.

Mit diesem entspannten Gefühl in Bezug auf Veränderungen und mit dem Glauben an einen FREUNDlichen Gott mögen wir in die nächste Zeit gehen!

 

Es grüßt Sie herzlich

Ihr 

Pastor Florian Schneider